Kutaisi

Früh, es ist der 4.8., bauen wir das Zelt ab und gehen die letzten Meter im Wanderschritt 😉 noch einmal zu dem Café vom Vorabend in der Hoffnung auf ein Frühstück. Das klappt leider nicht, aber wir bekommen Kaffee und Tee. Die nette Bedienung organisiert uns ein Taxi und dann geht es mit Höchstgeschwindigkeit zurück nach Mestia (recht teuer – 50 GEL p.P. – aber bequem). Das scheint von hier aus die einzige Möglichkeit zu sein nach Kutaisi zu gelangen. In Mestia geht es dann schnell. Das erstbeste Sammeltaxi nimmt uns für 20,- GEL p.P. mit nach Zugdidi.

Hier müssen wir in die Marschrutka umsteigen, ist aber alles schon vom Fahrer organisiert. Er zahlt uns auch das zu viel gezahlte Geld zurück (hätten wir aber gar nicht gemerkt). Unterwegs buchen wir das Quartier. Die Fahrt kostet noch mal 7,- GEL p.P. von Zugdidi nach Kutaisi.

In Kutaisi angekommen fahren wir mit dem Taxi zum Hostel. Nach einigen Abstimmungsschwierigkeiten beschränken wir uns zu dritt auf das Deluxe-Appartement und duschen erstmal. Auch unsere schmutzige Wäsche wird versorgt. Nach einer kurzen Pause suchen wir im Zentrum ein Lokal und werden fündig. Eigenartig ist, dass man an vielen Stellen der Stadt Klassik-Live-Musik hört, später auch Pop. Wir können uns das nur so erklären, dass man an jeder Ecke dank einer besonderen Akkustik die Musik eines gerade stattfindenden Festivals hört.

Eigentlich wollten wir von Kutaisi aus nach Chiatura fahren. Chiatura ist eine alte Bergarbeiter-Stadt in der es wohl so viele Seilbahnen gibt, wie anderswo Straßenbahnen. Allerdings ist unsere Aufnahmefähigkeit begrenzt und die Organisation eines Ausflugs irgendwie zu viel. Irgendwie wollen wir alle drei nur noch einen Tag Pause. Also bleiben wir einfach in Kutaisi und sind faul. Das Frühstück bekommen wir in unser Appartement gebracht (wie immer sehr lecker), wir buchen die Fahrkarten nach Tiflis und googlen (bzw. startpagen) georgische Kochzutaten die es in Deutschland nicht gibt. Denn: es ist klar, dass insbesondere die Vielfalt der vegetarischen Gerichte sehr zum Nachahmen anregt.