Debrecen

Mittwoch: 10.30 Uhr treffen wir uns mit Stöckls auf dem Bahnhof Nyugati und kaufen Fahrkarten nach Debrecen. Eigentlich wäre Miskolc besser gelegen und zum Wandern ein besserer Ausgangspunkt gewesen. Allerdings gab es da nur noch teure und wenig Quartiere. Es scheint, als ob dieses Jahr alle Kreuz(Schiff)Fahrer die Natur entdecken 🤔. Also entdecken wir zur Abwechslung mal die Städte. … aber nur kurz 😉. Debrecen ist die zweitgrößte Stadt in Ungarn und wir planen erst mal noch gemeinsam da zu bleiben.

Bahnhof Debrecen

Daraus wird allerdings nix. Die Quartiersuche gestaltet sich schwierig, da das preiswerte in der Stadt gelegene so heruntergekommen ist, dass selbst wir den Rückzieher machen. Oder sind unsere Ansprüche gestiegen? Vielleicht… Am Ende landen wir jedenfalls in einer relativ teuren Art Ferien-Ressort, Idylle pur, umgeben von einer hohen Mauer direkt neben der Europastraße.

Den Kindern gefällt’s. Es ist sehr grün, mit Grillplätzen und Pool und die Zahl der Gäste hält sich in Grenzen, aber leider 7 km außerhalb an einer Fernverkehrsstraße gelegen. Ein bißchen fühlt man sich wie im Luxusgefängnis. Die Frauen fahren noch einmal mit der Vermieterin zurück in die Stadt und kaufen für die nächsten Mahlzeiten ein. Von ihr gibt’s auch noch mal neue Informationen zu Rumänien, die decken sich leider weitestgehend mit denen, die wir im Zug erhalten haben, nur, dass sie obendrein noch vermutet, dass die Grenzen in einer Woche ganz zu sind.

Den nächsten Tag verbringen wir zwischen Pool, Grill und Sonnenliege bei Aperol und süßen Teilchen.

Ungarischer Gulasch garantiert selbst gekocht

Grappa am Lagerfeuer

Ja, wir können eben auch anders 😉

Von der Stadt sehen wir nicht viel. Und das was zu sehen ist, ist auch nicht sooooo spannend. Am Freitag trennen sich nun unsere Wege. Stöckls versuchen, irgendwo Natur zu finden und bewegen sich in Richtung Norden. Wir fahren weiter nach Szeged. Die Stadt soll ganz sehenswert und sehr touristisch sein. Da dachten wir, das wäre dieses Jahr günstig und wir bleiben noch ein bisschen im Süden. Trotz allem haben wir die Hoffnung auf Rumänien noch nicht ganz aufgegeben, wollen aber noch ein bisschen “Zeit schinden”.